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Großer Oscar-Favorit: „The Revenant – Der Rückkehrer“

The Revenent - Der Rückkehrer

„The Revenant – Der Rückkehrer“ geht mit zwölf Nominierungen als Favorit in die Oscars. Er wurde in den Hauptkategorien bester Film, beste Regie, bester Hauptdarsteller (Leonardo DiCaprio) und bester Nebendarsteller (Tom Hardy) vorgeschlagen. Hardys Nominierung ist eine faustdicke Überraschung. Außerdem gab es Nominierungen in den Kategorien Kamera, Schnitt, Szenenbild, Kostüm, Makeup, Tonschnitt, Tonmischung und visuelle Effekte. „Mad Max: Fury Road“ folgt mit zehn Nominierungen, u. a. als bester Film und für die beste Regie.
Insgesamt wurden acht Filme in der Kategorie bester Film vorgeschlagen. Neben „The Revenant – Der Rückkehrer“ und „Mad Max: Fury Road“ sind das „The Big Short“ , „Bridge of Spies – Der Unterhändler“, „Brooklyn – Eine Liebe zwischen zwei Welten“, „Der Marsianer – Rettet Mark Watney“, „Raum“ und „Spotlight“. Die große Überraschung in dieser Kategorie ist die Absenz des einstmals als potenzieller Favorit gehandelten „Carol“, der auch in der Regiekategorie nicht berücksichtigt wurde.
Bei den Regisseuren findet man neben Alejandro Gonzalez Inarritu und George Miller auch noch Adam McKay und Tom McCarthy sowie „Raum“-Regisseur Lenny Abrahamson. Das ist die vermutlich größte Überraschung aller Nominierungen, weil Abrahamson weder bei den Golden Globes nominiert wurde noch bei den DGA Awards berücksichtigt ist. Und weil auch die Überraschungsregisseure McKay und McCarthy dabei sind, scheiden nicht nur Todd Haynes und Steven Spielberg aus, sondern auch Ridley Scott, der insgeheim als Favorit für den Regie-Oscar gehandelt worden war.
Um den Oscar für die beste Hauptrolle kämpfen neben DiCaprio noch Bryan Cranston für „Trumbo“, Matt Damon für „Der Marsianer – Rettet Mark Watney“, Michael Fassbender für „Steve Jobs“ und Vorjahressieger Eddie Redmayne für „The Danish Girl“. Bei den Damen wurden Cate Blanchett für „Carol“, Brie Larson für „Raum“, Jennifer Lawrence für „Joy – Alles außer gewöhnlich“, Charlotte Rampling für „45 Years“ und Saoirse Ronan für „Brooklyn – Eine Liebe zwischen zwei Welten“ genannt.
Neben Tom Hardy kämpfen um den Oscar für den besten Nebendarsteller Christian Bale für „The Big Short“, Mark Ruffalo für „Spotlight“, Mark Rylance für „Bridge of Spies – Der Unterhändler“ und Sylvester Stallone für „Creed“. Hier vermisst man auf den ersten Blick Idris Elba für seine Rolle in „Beasts of No Nation“. Der Netflix-Film wurde von der Academy übrigens komplett ignoriert. Auf den Oscar für die beste weibliche Nebenrolle können Jennifer Jason Leigh für „The Hateful 8“, Rooney Mara für „Carol“, Rachel McAdams für „Spotlight“, Alicia Vikander für „The Danish Girl“ und Kate Winslet für „Steve Jobs“ hoffen. Hier hatte man sicher auch mit Jane Fonda für ihren Auftritt in „Ewige Jugend“ gerechnet. Sie wurde ebenfalls übergangen.
Ins Rennen um den besten Animationsfilm gehen „Anomalisa“, „Boy and the World“, „Alles steht Kopf“, „Shaun das Schaf – Der Film“ und „When Marnie Was There“. Und als beste Doku wurden „Amy“, „Cartel Land“, „The Look of Silence“, „What Happened, Miss Simone?“ und „Winter on Fire: Ukraine“ ausgewählt.
Der deutsche Vorschlag „Im Labyrinth des Schweigens“ wurde nicht als bester fremdsprachiger Film nominiert. In dieser Kategorie gehen stattdessen „Embrace of the Serpent“, die deutsche Koproduktion „Mustang“, „Saul fia“, „Theeb“ und „A War“ ins Rennen. Immerhin gab es eine Nominierung für einen österreichischen Kurzfilm: „Alles wird gut“ von dem jungen Deutschen Patrick Vollrath, ein vormaliger Gewinner des Studenten-Oscars. Der Film war in Cannes bereits im Rahmen der Semaine de la Critique gezeigt worden.

Quelle: Blickpunkt: Film

Foto: 2015 Twentieth Century Fox

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