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„Guerilla Köche“ im Kino

Guerilla Köche

Max und Felix haben zwar bei Sterneköchen gelernt, doch für ein eigenes Restaurant reicht es ihrer Meinung nach noch nicht. Deshalb fassen sie den Entschluss, acht Monate durch Asien zu reisen, ihr Wissen auszubauen, berühmte Kochpersönlichkeiten zu treffen und Inspirationen zu suchen – von Thailand bis nach Indien. Sie bewerben sich spontan in einem Sternerestaurant in Kambodscha, kochen Milchreis in einer chinesischen TV-Kochshow und arbeiten auch mal in einer Garküche in Bangkok. Sie trinken Kobrablut und essen in ihrer Neugierde sogar Spinnen – die sie dann mit Whisky-Cola runterspülen. Einerseits beobachtet man in Jonas Gernstls Doku „Guerilla Köche“ zwei nett-prollige Jungs auf Roadtrip, die ihre Erlebnisse gern mit „geil, Alter, geil“ kommentieren. Andererseits aber auch zwei wissenshungrige Nachwuchsköche, die selbst durchaus schon in der Lage sind, Tellerkunstwerke zu kreieren. Ob man dabei aber unbedingt sehen muss, wie sie mit einer Whiskypulle eine Klospülung im Hotel reparieren? Stattdessen hätte es bei all den Herausforderungen und Entdeckungen noch vieles gegeben, worüber man gern mehr erfahren hätte. So aber bleibt es bei Schnappschüssen und Impressionen, die sich zu einem schlaglichtartigen, aber unterhaltsamen Kochreisetagebuch verbinden, das in seinen spannendsten Momenten immerhin den eigenen Kulinarhorizont erweitert.

Text: Sascha Rettig

Foto: megaherz gmbh film und fernsehen

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „Guerilla Köche“ im Kino in Berlin

Guerilla Köche?, Deutschland 2013; Regie: Jonas Gernstl; 92 Minuten; FSK 0

Kinostart: 19. September

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