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„Gullivers Reisen“ im Kino

Gullivers_ReisenDie satirische Schärfe von Jonathan Swifts 1726 erschienenem Buch „Gulliver’s Travels“, mit dem der Autor typisch menschliche Torheiten und Schwächen sowie politische Machenschaften seiner Zeit aufs Korn nahm, fehlt in der neuen Verfilmung des Klassikers. Sie ist ganz auf den zu Albernheiten neigenden Star Jack Black und ein junges US-Publikum zugeschnitten und trotz einiger netter Einfälle insgesamt fade geraten.

Ausgehend von den beiden ersten Reiseabenteuern der Originalvorlage, die Gulliver ins Land Liliput und ins Reich der Riesen führen, und aufgepeppt mit Zitaten aus dem Kino („Iron Man“, „Titanic“ etc.) sowie der Popmusik (u.a. „Kiss“ von Prince), geht es im Kern des Films um zwei hindernisreiche Liebesgeschichten: Gulliver himmelt als Bürobote in einem New Yorker Verlagshaus eine attraktive Redakteurin an, schreckt jedoch schüchtern vor Annäherungsversuchen zurück; der Liliputaner Horatio schmachtet eingekerkert nach der Prinzessin Mary, die einen ungeliebten, arroganten General heiraten soll. Zwei eigentlich hoffnungslose Fälle – bis die Frauen das Heft in die Hand nehmen.

Text: Ralph Umard

tip-Bewertung: Zwiespältig

Orte und Zeiten: „Gullivers Reisen“ im Kino in Berlin

Gullivers Reisen (Gulliver’s Travels), USA 2010; Regie: Rob Letterman; Darsteller: Jack Black (Lemuel Gulliver), Jason Segel (Horatio), Emily Blunt (Prinzessin Mary); 87 Minuten; FSK 6

Kinostart: 10. Februar

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