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Dokumentarfilm

„Hannah – Ein buddhistischer Weg zur Freiheit“ im Kino

Hannah Nydahl (1946 bis 2007) war eine der wichtigsten Vermittlerinnen des Buddhismus in Europa (und später in aller Welt, von Polen bis Venezuela). Sie gehörte zu einer Generation von „Freaks“, wie eine ihrer Weggefährtinnen sagt, von jungen Menschen aus den Gegenkulturen, die sich in den späten 60er-Jahren bildeten

W-film/ Connected Pictures

Während manche im Lauf der Jahre eher abstürzten und irgendwann auf (die falschen) Drogen verfielen, wurde Hannah (die mit ihrem Mann und Lebensmenschen Ole auf Kinder verzichtete) immer stärker zu einer europäisch-buddhistischen Heiligen.

Diesen Eindruck vermittelt jedenfalls der Film „Hannah – Ein buddhistischer Weg zur Freiheit“, in dem zahlreiche Menschen, darunter an erster Stelle auch Ole Nydahl, von Hannah erzählen. Dazu kommen zahlreiche Fotografien und Filmaufnahmen sowie Archivmaterial, sodass ein buntes Lebensbild entsteht, das zugleich eben eine Heiligenlegende ist. Zu den legendenhaften Aspekten gehören Erzählungen wie die von der Überquerung eines 6.000 Meter hohen Passes nach Tibet im tiefsten Winter (Hannah ist von der Kälte nicht angefochten), und allgemein wird immer wieder betont, wie sehr sie als „Praktizierende“ unabhängig von der materiellen Wirklichkeit wurde.

Marta György-Kessler und Martin Penny begreifen ihren Film offensichtlich als Teil der Bewegung, bei aller Sympathie hätte ein etwas stärker kulturhistorisch interessierter Blick der Sache gutgetan: Wenn ein buddhistischer Lehrer eine schwarze Krone aufsetzt, was geschieht da wirklich?

Hannah – Ein buddhistischer Weg zur Freiheit GB 2014, 94 Min., R: Marta György-Kessler & Adam Penny, Start: 18.1.

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