Horrorfilm

„Happy Deathday“

Wir alle kennen und lieben die Komödie „Und täglich grüßt das Murmeltier“ aus dem Jahr 1993, in der ein griesgrämiger Bill Murray denselben Tag immer wieder erlebt, bis er als geläuterter Mann sein Leben glücklicher fortsetzen kann

Universal

Gefangen in so einer Zeitschleife ist auch die schöne Studentin Tree Gelbman (Jessica Rothe) in „Happy Deathday“. Die egozentrische Blondine muss ihren Geburtstag immer und immer wieder durchleben. Dabei wollte sie den unbedingt vor ihren Freundinnen verheimlichen. Besonders peinlich ist, dass sie an diesem Morgen nach einer feuchtfröhlichen Nacht mit einem schrecklichen Kater im Zimmer eines nerdigen Mitstudenten erwacht. Schlimmer ist aber, dass sie diesen Tag ermordet wird. Immer und immer wieder erwacht sie nach ihrem Tod in einem fremden Bett und stirbt im Verlauf des Tages einen gewaltsamen Tod durch die Attacke eines albtraumhaften Killers, der eine grinsende Babymaske trägt.

Die Idee ist nett (auch wenn sie nur dreist geklaut ist) und funktioniert auch prima als flotter Horrorfilm. Produziert ist der Film von dem umtriebigen Jason Blum, der schon mit günstigen und smarten Horrorfilmchen wie „Paranormal Activity“ (2007), „Split“ (2016) oder „Get Out“ (2017) für schrecklich schöne Glücksmomente im Kino sorgte. Damit auch bestimmt alle Fans von „Und täglich grüßt das Murmeltier“ in diesen kleinen Horror-B-Film (Produktionskosten: um die 5 Millionen US-Dollar) gehen, sind die Morde allerdings nicht sehr blutig oder besonders kreativ ausgefallen. Die FSK honorierte diesen Umstand mit einer Freigabe ab 12 Jahren. Wie uncool ist das denn für einen Horrorfilm? Jörg Buttgereit

Happy Deathday USA 2017, 97 Min., R: Christopher Landon, D: Jessica Rothe, Israel Broussard, Ruby Modine

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