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„Hasta La Vista!“ im Kino

Hasta La Vista

Sex mit Behinderten ist ein heikles Thema, das hier mit Humor behandelt wird. Drei flämische Freunde Anfang zwanzig, zwei Rollstuhlfahrer und ein nahezu Blinder, wollen ein auf die Bedürfnisse von Körperbehinderten ausgerichtetes Bordell an der iberischen Küste besuchen, um erstmals Geschlechtsverkehr zu haben. Inspiriert wurde die tragikomische Reisegeschichte durch die britische TV-Dokumentation „For One Night Only“ über einen wegen Gelenkversteifung bewegungsunfähigen jungen Mann, der sich seit einem befriedigenden Freudenhausbesuch für das Recht von Behinderten auf Sex einsetzt.
Im Spielfilm führt die lange Autotour von Belgien nach Spanien zur Belastungsprobe für die Freundschaft der drei Abenteurer, die sich zudem mit ihrer mürrischen Fahrerin zusammenraufen müssen und dabei lernen, ehrlich zu sich und anderen zu sein. Sie sehen ein, dass sie aufeinander angewiesen sind, es kommt zu einer unvorhersehbaren Liebesbeziehung. Die unsentimentale Darstellung der Behinderten, ihre lebensbejahende Art, schafft menschliche Nähe zu ihnen, man empfindet nicht Mitleid, sondern Sympathie.

Text: Ralph Umard

Foto: 2012 Ascot Elite Filmverleih GmbH

tip-Bewertung: Sehenswert

Orte und Zeiten: „Hasta La Vista!“ im Kino in Berlin

Hasta La Vista!, Belgien 2011; Regie: Geoffrey Enthoven; Darsteller: Robrecht Vanden Thoren (Philip), Gilles De Schryver (Lars), Tom Audenaert (Jozef); 120 Minuten; FSK 12

Kinostart: 12. Juli 

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