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„Headhunters“ im Kino

Headhunters

Um in einem thematisch und motivisch so ausgereizten Genre wie dem Krimi aufzutrumpfen, ersinnen Autoren bisweilen abwegige Storys mit unglaublichen Wendungen und Zufällen. Diese Verfilmung eines auch auf Deutsch erschienenen Bestsellers des Norwegers Jo Nesbo zeigt die zunehmend bizarre, haarsträubende Geschichte eines im englischen Slang „Headhunter“ genannten Agenten, der Führungskräfte für Firmen sucht – und nebenbei Gemälde stiehlt zur Finanzierung seines luxuriösen Lebensstils, bis er, von einem hartnäckigen Verfolger gehetzt, buchstäblich in der Scheiße steckt. Dabei werden dem Zuschauer kaum nachvollziehbare Geschehnisse zugemutet, auf wundersame Weise überlebt der Verfolgte alle möglichen Anschläge auf sein Leben – selbst als auf kurze Distanz mit einer MP auf ihn geschossen wird. Wenn der anfangs arrogant auftretende Agent schließlich total heruntergekommen und blutbesudelt als Skinhead dasteht, bekommt der Filmtitel eine doppelte Bedeutung: Es geht hier aufgrund von Mikroelektronik um eine Kopfjagd im wahren Sinne des Wortes.

Text: Ralph Umard

Foto: Erik Aavatsmark

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „Headhunters“ im Kino in Berlin

Headhunter (Hodejegerne), Norwegen/Dänemark/Deutschland 2011; Regie: Morten Tyldum; Darsteller: Aksel Hennie (Roger Brown), Nikolaj Coster-Waldau (Clas Greve), Synnшve Macody Lund (Diana Brown); 101 Minuten; FSK 16

Kinostart: 15. März

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