Kino & Stream

Heinz Emigholz: Die Architekturfilme

Parabeton

Von dem enorm produktiven Filmemacher Heinz Emigholz, der auch an der Universität der Künste lehrt, gibt es einen Film mit dem Titel „Eine Serie von Gedanken“. Darin werden Verbindungen hergestellt zwischen einem Bild von El Greco und Bildern der Stadt Toledo, aber auch zwischen dem brasilianischen Fußballer Leonardo und der Sängerin Grace Jones. Zwischen Bild und Ton öffnen sich Räume der Imagination, die Emigholz sowohl buchstäblich wie auch in einem vielfach übertragbaren Sinn interessieren. Das Arsenal zeigt derzeit eine Auswahl aus seinen Architekturfilmen anlässlich des Filmstarts von „Parabeton“ (Bild) vor einigen Wochen. In dem Klassiker „Loos Ornamental“ erforscht Emigholz das Schaffen des österreichischen Modernisten, in „Goff in der Wüste“ geht es um den Amerikaner Bruce Goff, in „D’Annunzios Höhle“ um die Villa, die der kontroverse italienische Dichter und Avantgardist bewohnte und um die herum er gleich eine ganze Kunstlandschaft errichten ließ. Architektur ist für Emigholz der Schlüssel für eine Neugierde auf die Welt, die, wenn man sich einmal darauf eingelassen hat, an den Ursprung des Kinos zurück und zugleich auf dessen Zukunft verweist.

Heinz Emigholz: Die Architekturfilme, Fr. 6.7. bis Fr 20.7. im Arsenal

www.arsenal-berlin.de

Foto: Filmgalerie 451 und Heinz Emigholz

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