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„Here & There“ im Kino

Der New Yorker Musiker Robert ist in allen Bereichen seines Lebens an seine Grenzen geraten: Durch eine Depression nicht mehr in der Lage, sein Instrument zu spielen, fehlt es auch am nötigen Geld zum Leben. Bei der Räumung seiner Wohnung trifft er auf den serbischen Umzugshelfer Branko, der ihm ein Angebot macht, das zumindest seine finanziellen Probleme lösen könnte. Für 5000 Dollar soll Robert nach Belgrad fliegen, dort Brankos Verlobte Ivana heiraten und mit ihr nach New York zurückkehren. Fortan verlegt sich der Film darauf, parallel in einer Lakonie, die an Jim Jarmusch denken lässt, beider Schwierigkeiten in ihnen unvertrauten Umgebungen zu erzählen. Während Branko versucht, in Amerika als Unternehmer durchzukommen, findet der Zyniker Robert, der sich zunächst nur als Fremdkörper empfindet, in Belgrad durch eine zarte Liebe wieder zu sich. Bei der gelungenen Inszenierung, der jedoch ein paar mehr Ecken und Kanten gut zu Gesicht gestanden hätten, spürt man die Nähe des Filmemachers zu seinem Sujet: der Regiedebütant Lungulov hat sein Filmstudium in NY als Umzugshelfer finanziert.

Text: Valerie Bäuerlein

tip-Bewertung: Sehenswert

Orte und Zeiten: „Here & There“ im Kino in Berlin

Here & There (Tamo i ovde), Serbien/USA 2009; Regie: Darko Lungulov; Darsteller: David Thornton (Robert), Mirjana Karanovic (Olga), Branislav Trifunovic (Branko); Farbe, 84 Minuten

Kinostart: 22. April

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