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„Hereafter“ von Clint Eastwood im Kino

Hereafter

Das „Jenseits“, das Clint Eastwoods Film den Titel gibt, ist in den souverän in drei parallelen Handlungssträngen erzählten Geschichten etwas, was das diesseitige Leben vor neue Aufgaben stellt. „Hereafter“ entfaltet in routiniert klarer Weise das Schicksal von drei Menschen, die auf unterschiedliche Weise Todeserfahrungen machen und daraufhin nicht wie bisher weiterleben können. Die französische Journalistin Marie (Cйcile De France), die Leben und Karriere nach einer Tsunami-Nahtoderfahrung (die mit beeindruckenden Special Effects inszeniert ist) neu ordnet; der Unterschichtjunge Marcus aus London, der bei einem Unfall seinen Zwillingsbruder verliert und seine neue Rolle als Hinterbliebener sucht; und Matt Damon als mit seherischen Fähigkeiten ausgestatteter psychic, der seine mediale Gabe als Fluch empfindet und vor ihr flieht. Eastwoods Inszenierung gewährt den einzelnen Erzählungen dabei viel Raum für irdische Milieubestimmungen. Die Begegnungen mit dem Jenseitigen sind auf wenige, schockhafte Augenblicke reduziert, von denen die beherrschte Erzählung mit ihren einnehmenden Charakterschilderungen nicht über Gebühr „erleuchtet“ wird.

Text: Michael Baute

tip-Bewertung: Sehenswert

Orte und Zeiten: „Hereafter“ im Kino in Berlin

Hereafter, USA 2010; Regie: Clint Eastwood; Darsteller: Cйcile de France (Marie LeLay), Matt Damon  (George Lonegan), George McLaren  (Marcus/Jason), Frankie McLaren (Marcus/Jason); 128 Minuten; FSK 12

Kinostart: 27. Januar 2011

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