Komödie

„Hereinspaziert“ im Kino

Mit offenen Armen solle man die überall unterdrückten Roma bei sich aufnehmen. So tönt der französische Intellektuelle Jean-Etienne Fougerole in einem TV-Streitgespräch mit einem „rechten Populistenschnösel“

Foto: Universum Film

Woraufhin ihn besagter Schnösel, die gesamte Fernsehnation und erst Recht die Roma-Sippe von Babik beim Wort nimmt. Am Tag nach der Sendung steht Familie Babik samt Wohnwagen und Hausschwein vor dem Tor der noblen Pariser Vorstadtvilla, wo der Salonsozialist Jean-Etienne nun gute Miene zum bösen Spiel macht. Vor drei Jahren hat Regisseur de Chauveron mit „Monsieur Claude und seine Töchter“ einen Kinoerfolg mit mehr oder weniger amüsanten Scherzen über andersgläubige oder andersfarbige Schwiegersöhne gelandet. „Hereinspaziert“ spielt nun auf ­derselben Tastatur wie der deutsche Willkommenskulturhit „Willkommen bei den Hartmanns“. Das Thema trifft vom Ansatz her einen wunden Punkt, aber die allzu harmlos-komödiantische Inszenierung löst mit ihrer Klischee­haftigkeit den nötigen Tiefgang in Wohlgefallen auf. Verschenkt. Aber bestimmt wahnsinnig erfolgreich.

A Bras Ouverts (OT) F/B 2017, 93 Min., R: Philippe de Chauveron, D: Christian Clavier, Ary Abittan, Elsa Zylberstein, Start: 21.9.

Mehr über Cookies erfahren