• Kino & Stream
  • „Hidden Figures – Unerkannte Heldinnen“ im Kino

Forschungsepos

„Hidden Figures – Unerkannte Heldinnen“ im Kino

Nasa-Frauen übertrumpfen die Männer

Foto: 2017 Twentieth Century Fox
Foto: 2017 Twentieth Century Fox

Die resolute Dorothy Vaughan ist praktisch veranlagt, die frivole Mary Jackson riskiert gern eine große Lippe, und die Kopfarbeiterin ­Katherine Johnson ist eine geniale Mathematikerin. Die Afroamerikanerinnen arbeiten 1961 bei der US-Weltraumbehörde Nasa in Virginia, wo sie helfen sollen, einen Astronauten auf eine Reise durchs All rund um die Erde zu schicken. Die Amerikaner wollen die Russen bei der Erschließung des Weltraums übertrumpfen.
Daneben geht es im Film um die Diskriminierung von Schwarzen in den USA und um weibliche Selbstbehauptung in einer chauvinistischen Männerwelt. Bei der Nasa müssen die drei Frauen nicht nur gegen Geringschätzung und für fachliche Anerkennung kämpfen, es gilt auch Rassenschranken zu überwinden. Der tägliche Dauerlauf der Mathematikerin vom Arbeitsplatz zur Toilette für Schwarze in einem entfernten Gebäudeteil wird zum Running Gag – bis ihr von Kevin Costner verkörperter Chef die Rassentrennung abschafft mit den Worten: „Hier bei der Nasa pissen wir alle in der gleichen Farbe“. Ein mit charismatischen Darstellern, tollem Soundtrack (Pharell Williams) und viel Zeitkolorit formidabel in Szene gesetztes Frauenporträt.

Hidden Figures USA 2016, 120 Min., R: Theodore Melfi, D: Taraji P. Henson, Octavia Spencer, Janelle Monáe, Kevin Costner, Start: 2.2.

Bewertungspunkte2

Mehr über Cookies erfahren