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Hinter den Filmkulissen von Bombay: „Luck by Chance“ im Kino

Anhand der Geschichte der Jungschauspieler Sona und Vikram, die beide in Bollywood von unten nach ganz oben wollen, werden in „Luck by Chance“ die Eitelkeiten und Intrigen ebenso vorgeführt wie Kungelei und Ideenlosigkeit.
Durch das unübersichtliche Jonglieren mit Namen und Figuren droht „Luck by Chance“ anfangs zur Veranstaltung für Eingeweihte zu werden. Dann aber entwi­ck­elt sich der Zweieinhalbstünder zu einem erstaunlich kitscharmen und klischeereduzierten Hinter-den-Bollywoodkulissen-Genremix mit zahlreichen Cameos (unter anderem Shah Rukh Khan).
Dort, in den inneren Kreisen, kennen sich Regisseurin Zoya Akhtar und der Autorenveteran, ihr Vater Jahved, bestens aus, gehören sie doch beide selber zu einer Bollywood-Dynastie. Trotz all ihrer kritischen Töne ist der Blick auf die Hindi-Filmindustrie nicht von Bitterkeit durchtränkt, hat aber in seiner Satire auch nicht die Schärfe wie Robert Altmans „The Player„. Er ist – auch wenn er in den wenigen Songeinlagen den speziellen Zauber Bollywoods beschwört – für die indisch-eskapis­tischen Filmverhältnisse vor allem ziemlich ernüchternd.

Text: Sascha Rettig

tip-Bewertung: Sehenswert

Orte und Zeiten: „Luck by Chance“ im Kino in Berlin

Luck by Chance, Indien 2009; Regie: Zoya Akhtar; Darsteller: Farhan Akhtar (Vikram), Konkona Sen Sharma (Sona), Hrithik Roshan (Zaffar Khan); 155 Minuten, Farbe

Kinostart: 23. Juli

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