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„Hinter der Tür“ mit Helen Mirren im Kino

Hinter der Tür

Budapest in den 1960er-Jahren. Die Schriftstellerin Magda (Martina Gedeck) bezieht mit ihrem Mann eine schöne große Altbauwohnung und bittet die in der Nachbarschaft wohnhafte Emerenc (Helen Mirren), ihr im Haushalt zu helfen. Emerenc ist schroff und schwierig im Umgang, aber als Haushälterin effizient und sogar fürsorglich. Zwischen den Frauen entwickelt sich ganz allmählich so etwas wie ein Vertrauensverhältnis, und wir erfahren immer mehr über Emerenc und ihre Vergangenheit. So weit die Geschichte, die auf einem halb autobiografischen Roman der bekannten Schriftstellerin Magda Szabу beruht.
Nun dürfte jedem Film, der in den 1960er-Jahren spielt, noch dazu hinter dem Eisernen Vorhang, ein Hauch von Gestrigkeit anhaften. Doch das neueste Werk von Istvбn Szabу („Mephisto“, „Oberst Redl“) wirkt auf vielfältige Weise altmodisch. Ein intensiver Schauspielerfilm mit einer auf internationale Vermarktung ausgerichteten Besetzung der Hauptrollen mit einem angelsächsischen und einem deutschen Star, fast wie zu den Hochzeiten der paneuropäischen Produktionen, denen Szabу seit den 1980er-Jahren verpflichtet ist. Vor allem aber ein Stück seltsam pathetischen Altmeisterkinos, mit zu vielen dramatisch dahin wehenden Wolken und filmisch zu dick aufgemalten Stimmungsbildern, die einen etwas ratlos zurücklassen. Aber auch ein ganz klein wenig nostalgisch.

Text: Catherine Newmark

Foto: Piffl Medien

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „Hinter der Tür“ im Kino in Berlin

Hinter der Tür (The Door), Deutschland/Ungarn 2012; Regie: Istvбn Szabу; Darsteller: Helen Mirren (Emerenc), Martina Gedeck (Magda), Kбroly Eperjes (Tibor); 97 Minuten; FSK 12

Kinostart: 5. April

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