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„Hirschen“ im Kino

Hirschen

Das Dorf Hirschen liegt so malerisch in einem engen Tal irgendwo in den Ausläufern der Alpen, dass eigentlich jeder glücklich sein müsste, der dort lebt. Aber ganz problemlos ist die Sache nicht. Nach der Schließung der einzigen Fabrik in Hirschen mangelt es an Arbeit und Wertschöpfung, die Leute müssen sich etwas einfallen lassen.
George Inci erzählt in seiner Amateurfilmproduktion „Hirschen“ davon, wie ein ganzes Dorf inklusive Pfarrer und Wirt sich darum bemüht, auf Grundlage einer Mythologie von einem Hirsch mit einem goldenen Geweih neue Geschäftsfelder zu erschließen. Das Zielpublikum, Leute von außerhalb, spielt der Regisseur selber, so wie er auch sonst fast alles bei „Hirschen“ gemacht hat. Technisch sieht alles halbwegs professionell aus, inhaltlich kommt Inci allerdings über eine klägliche Parodie trivialer Heimatfilme nicht hinaus.

Text: Bert Rebhandl

Foto: Inci Pictures Filmproduktion

Orte und Zeiten: „Hirschen“ im Kino in Berlin

Hirschen, Deutschland 2014; Regie: George Inci; Darsteller: Gerhard Bachlechner (Priester), Ludwig Ding (Dr. Specht), Ruth Ebner (Heidemarie); 131 Minuten

Kinostart: Do, 04. Juni 2015

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