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„Hockney“ im Kino

Hockney

Der heute 78-jährige Brite David Hockney gehört nicht nur zu den einflussreichsten gegenständlichen Malern der Gegenwart, sondern auch zu den charismatischsten. Denn im Gegensatz zu vielen seiner Kollegen hat er das Rampenlicht nie gescheut und weiß nicht nur seine eigene Kunst intelligent und analytisch zu kommentieren. In der Dokumentation „Hockney“ verflicht Regisseur Randall Wright in klassischer Manier die künstlerische und persönliche Entwicklung des Malers von den Anfängen in der britischen Kunstszene der späten 1950er bis zu den vielen Jahren, die er in Kalifornien verbrachte, wo die berühmten Swimming-Pool-Bilder entstanden. Die Homosexualität des Künstlers ist in den Interviews mit Hockneys Freunden und Kollegen dabei ebenso von Interesse wie seine ungebrochene Neugier auf neue Mal- und Fototechniken. Das ist so informativ wie unterhaltsam und bisweilen anrührend: das Porträt eines großen Künstlers und einer ihn umgebenden Boheme, die so nicht mehr existiert.

Text: Lars Penning

Foto: David Hockney / Richard Schmidt

Orte und Zeiten: „Hockney“ im Kino in Berlin

Hockney, GB 2014; Regie: Randall Wright; 112 Minuten

Kinostart: Do, 15. Oktober 2015

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