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Hollywood trauert um Ernest Borgnine

Ernest BorgnineIm Alter von 95 Jahren ist Hollywood-Legende Ernest Borgnine am Sonntag, den 8. Juli in Los Angeles an Nierenversagen gestorben. Mit seinem Bulldoggengesicht und der charakteristischen Zahnlücke im Oberkiefer war Ernest Borgnine (eig. Ermes Effron Borgnino), der 1917 als Sohn italienischer Einwanderer geboren wurde, auf Schurken- und Nebenrollen abonniert, so den brutalen Sergeant „Fatso“ in „Verdammt in alle Ewigkeit“.
Doch bereits 1955 gewann er als kontaktscheuer Metzger „Marty“ den „Oscar“ als bester Hauptdarsteller. Borgnines Filmografie umfasste annährend 200 Filme und TV-Arbeiten in den USA und Europa, zumeist in Action-Filmen. Mit seinem massigen Körper dennoch beweglich und oft als begriffsstutziger Sidekick eingesetzt, war Borgnine einer der bekanntesten und verlässlichsten Unbekannten.
Zu den herausragenden Filmen Borgnines gehören „Das dreckige Dutzend“, „Der Flug des Phoenix“, „Große Lüge Lylah Clare“, „Ein Zug für zwei Halunken“ (alle von Borgnines Lieblingsregisseur Robert Aldrich), „Die Höllenfahrt der Poseidon“ und Sam Peckinpahs Western-Meisterwerk „The Wild Bunch“.
Zuletzt hatte man den schier unverwüstlichen Borgnine, der sich selbst primär als Charakterschauspieler und auf keinen Fall als Star sah, im Kino in „R.E.D. – Älter. härter. besser.“ von Robert Schwentke gesehen. Seine letzte Filmarbeit war „The Man Who Shook the Hand of Vincente Fenrandez“.

Quelle: Blickpunkt:Film

Foto: Arnie P. / Creative Commons

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