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„Homies“ im Kino

homies„Lauf um Dein Leben. Vom Junkie zum Ironman“ (2008) von Adnan G. Köse und mit Uwe Ochsenknecht war eine psychologisch stimmige Charakter- und Milieustudie aus dem Ruhrgebiet, nach einer wahren Geschichte. Nun hat der Dinslakener einen Musicalfilm für Teenies gedreht, mit Märchenelementen und Ochsenknechts Sohn Jimi Blue in der Hauptrolle. Offenbar mit der Absicht, einen Synergieeffekt für Jimis Kino- und Musikerkarriere zu erzielen (sein erstes Album „Mission Blue“ erschien Ende 2007), wird er in „Homie“ als Rapper präsentiert. Als dem Jungen der Geist eines verstorbenen US-Hip-Hop-Stars erscheint, gespielt vom Fassbinder-Filmveteranen Günther Kaufmann, verlässt er sein luxuriöses Zuhause in einem Villenviertel, arbeitet als Pizzabäcker und träumt von einer Gesangskarriere. Der Film ist mit Großaufnahmen des Stars ganz auf Jimi zugeschnitten, der in dieser banalen Geschichte wenig mimisches Talent zeigt. Die Story interessierte auch drei kleine Mädchen, die mit mir die Nachmittagsvorstellung besuchten, so wenig, dass sie bald durch die leeren Sitzreihen rannten und Verstecken spielten.  

Text: Ralph Umard

Foto: Kinowelt

tip-Bewertung: Uninteressant

Orte und Zeiten: „Homies“ im Kino in Berlin

Homies Deutschland 2010; Regie: Adnan G. Köse; Darsteller: Jimi Blue Ochsenknecht (Marvin), Sabrina Wilstermann (Stella), Ismail Deniz (Osman); 95 Minuten; FSK 0

Kinostart: 18. August

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