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"Hope for All" im Kino

"Hope for All" im Kino

Ist es zu rechtfertigen, dass wir mit der Nutztierindustrie die schlimmste Tierquälerei seit Menschen­gedenken betreiben? Können wir es uns leisten, eine der ­größten Ursachen des Klimawandels, die Nutztierhaltung, weiter voranzutreiben, während die asiatischen Länder nach­ziehen und das ohnehin pervertierte System der Welternährung zu kollabieren droht?
"Hope for All" ist nach "Earthlings" (2005) oder "Cowspiracy" (2014) ein weiterer wichtiger Beitrag, fällt aber durch seine Machart zurück. Der Mix aus Bebilderung und penetrantem Soundtrack ist teilweise so plakativ geraten, dass es unfreiwillig komisch wirkt. Wenn Protagonist um Protagonist erläutert, wie sein Krebs nur durch die Ernährungsumstellung verschwand, ganz ohne Schulmedizin, dann fragt man sich, ob diese heilsbringenden Prophezeiungen angemessen sind. Eigentlich geht es hier doch mal nicht um die Befindlichkeiten des Menschen, sondern darum, welchen Beitrag wir leisten können, bevor uns alles um die Ohren fliegt.

Text: Lydia Brakebusch

Foto: Tiberius

Orte und Zeiten: Hope for All

Hope for All A 2016, 100 Min., R: Nina Messinger

?Kinostart: Do, 12. Mai 2016

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