Kino & Stream

Horror in „Devil Inside“

Devil_InsideDie vermeintlich besessene Maria Rossi hat vor 20 Jahren bei ihrem Exorzismus alle Beteiligten getötet und wurde daraufhin in ein psychiatrisches Krankenhaus des Vatikan eingewiesen. Die Tochter Isabella fährt nun nach Rom, um dort unter fachkundiger Hilfe einiger Nachwuchs-Exorzisten herauszufinden, ob ihre Mutter tatsächlich von Dämonen besessen oder in Wirklichkeit psychisch krank ist. Gleichzeitig dokumentiert sie ihre Reise mit einer Kamera für die Nachwelt. „Devil Inside“ ist kalkulierter Patchwork-Horror im wackeligen Fake-Doku-Stil, der thematisch und formal im Fahrwasser von Überraschungserfolgen wie „Der letzte Exorzismus“ und „Paranormal Activity“ schwimmt.
Das Pochen auf die Echtheit des Filmmaterials banalisiert aber diesmal das grausige Geschehen und sorgt für so manch unfreiwilligen Lacher. Außer ein paar schmerzhaften Körperverrenkungen der Besessenen, die jeden Yoga-Jünger neidisch werden lassen, bietet der durchaus kurzweilige Film leider wenig böse Überraschungen.    

Text: Jörg Buttgereit
Foto: Paramount Pictures
tip-Bewertung: Zwiespältig

The Devil Inside im Kino in Berlin
USA 2011; Regie: William Brent Bell; Darsteller: Fernanda Andrade (Isabella Rossi), Simon Quarterman (Ben), Evan Helmuth (David);
83 Minuten; FSK 16;
Kinostart: 1. März

Mehr über Cookies erfahren