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„How to Change the World“ im Kino

Der Titel ist deutlich: Dass man die Welt mit persönlichem Engagement verändern kann, scheint hier komplett außer Frage zu stehen. Tatsächlich erweist sich die Dokumentation über die frühen Tage von Greenpeace dann aber nicht als distanzlose Jubelarie, sondern als intelligentes Kino-stück, das die Grabenkämpfe und Ego-Zusammenstöße des damaligen Führungszirkels genauso verdeutlicht wie die Fehlschläge von Aktionen und die Zweifel der Umweltschützer an den Möglichkeiten, überhaupt etwas zu bewegen. Dabei gibt der Film sowohl einen guten Einblick in die Geschichte von Greenpeace (die Akteure stammten aus der kanadischen Friedensbewegung) als auch in die bis heute gültige Strategie, mit spektakulären Aktionen und medienwirksamen Bildern Aufmerksamkeit erregen. Zudem beleuchtet er auf spannende Weise die Psychologie der drei wichtigsten Protagonisten jener Tage: Während sich der mehr auf Ausgleich bedachte Bob Hunter und der radikale Paul Watson später wieder annäherten, bestreitet Pat Moore heute im Auftrag der Großindustrie den Klimawandel.     ?

Text: Lars Penning

Foto: Greenpeace/ Rex Weyler

Orte und Zeiten: How to Change the World

How to Change the World
CDN/GB 2015; R: Jerry Rothwell; ?109 Min.

Kinostart:
Do, 10. September 2015

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