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Howard Hawks Retrospektive im Arsenal

Leoparden küsst man nicht

Starke Männer, schwache Frauen? Nicht bei Howard Hawks! Wie der berühmte Hollywood-Regisseur seinen Darsteller Cary Grant in „Leoparden küsst man nicht“ („Bringing Up Baby“, 1938 / Szenenfoto), „Ich war eine männliche Kriegsbraut“ („I Was a Male War Bride“, 1949) und „Liebling, ich werde jünger“ („Monkey Business“, 1952) sowohl seine kindliche als auch seine feminine Seite entdecken lässt, das vermag selbst im 21. Jahrhundert noch ein befreiendes Lachen auszulösen. Und wenn Männergruppen, in denen alles scheinbar perfekt harmoniert, mit einer Frau konfrontiert werden, die deren Spielregeln ins Wanken bringt, dann ist das Chaos – im positiven, weil befreienden Sinne – vorprogrammiert. Neben diesen Qualitäten ist es insbesondere die lakonische Variation von Geschichten, in denen die Figuren mit höchster Professionalität ihr Handwerk verrichten, die an Hawks’ Werk fasziniert. 20 Filme umfasst die Werkschau im Kino Arsenal, neben Klassikern wie „Tote schlafen fest“ („The Big Sleep“, 1946) und „Red River“ (1948) laufen auch selten gezeigte Werke wie der Stummfilm „Blaue Jungen – blonde Mädchen“ („A Girl in Every Port“, 1928) mit Louise Brooks, der Kriegsfilm „The Road to Glory“ (1926) und die Jazz-Hommage „A Song Is Born“ (1948).

Text: Frank Arnold

Foto: Quelle: Arsenal – Institut für Film und Videokunst

Retrospektive Howard Hawks, ?Sa 14.12. bis Do 30.1.2014 im Kino Arsenal

www.arsenal-berlin.de

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