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„I Origins – Im Auge des Ursprungs“ im Kino

I Origins

Der Molekularbiologe Ian Gray lernt die rätselhafte Sofi kennen und ist von ihren Augen überwältigt. Die beiden verlieben sich und lassen sich trotz existentieller Differenzen – er ist knallhart wissenschaftlich, sie spekulativ-esoterisch – auf eine Beziehung ein. Jahre nach Sofis tragischem Tod schwankt Ians Weltbild, als ihm in Indien ein Mädchen mit deren identischer Iris begegnet.
Mike Cahills Konzeptfilm „I Origins“ verhandelt den uralten Kampf zwischen Wissenschaft und Glauben und ist Science-Fiction im wahrsten Sinne des Wortes. Auf der Beziehungsebene überzeugt der Konflikt, nicht zuletzt durch das rührende Spiel von Michael Pitt und Astrid Bergиs-Frisbey.
Doch leider kann es Cahill nicht dabei belassen. Der vulgär-buddhistische Subtext, der die zweite Hälfte des Films bestimmt, genauer das pathetische Eso-Motiv vom Auge als (wanderndem) Spiegel der Seele, ist trotz wirklich schöner Bilder schwer erträglich.

Text: Christoph David Piorkowski

Foto: 2014 Twentieth Century Fox

tip-Bewertung: Zwiespältig

Orte und Zeiten: „I Origins – Im Auge des Ursprungs“ im Kino in Berlin

I Origins – Im Auge des Ursrpungs (I Origins), USA 2014; Regie: Mike Cahill; Darsteller: Michael Pitt (Dr. Ian Gray), Brit Marling (Karen), Astrid Bergиs-Frisbey (Sofi); 113 Min.

Kinostart: Do,  25. Septemer 2014

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