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"Ich bin tot, macht was draus!" im Kino

"Ich bin tot, macht was draus!" im Kino

Seit 20 Jahren tingeln die haarigen Altrocker der Band Grand Ours schon durch belgische Clubs, als sich ihnen die kaum noch erhoffte Gelegenheit einer US-Tour bietet. Doch ausgerechnet am Vorabend des Abflugs stirbt Frontmann Jipй an einem Herzinfarkt. Wider jede Vernunft und unter Einfluss von ausreichend Alkohol beschließen Bassist Ivan und Gitarrist Wim, nach L.A. zu fliegen und dort aufzutreten, mit der Asche des Sängers im Gepäck und am Mikro. Doch erst muss die Urne gestohlen und als "Gewürz" durch den Zoll geschmuggelt werden. ­Zudem erfahren die verdutzten Bandmitglieder, dass Jipй schwul war und einen Freund namens Danny hatte, der sich ihnen ­anschließt. Es beginnt eine ­aberwitzige Odyssee, die nach Beinahe-Absturz und unfreiwilliger Zugfahrt nach Kanada führt, wo Ivan, Wim und Danny in einem Inuit-Dorf stranden. Bis sie erkennen, dass ein Ende heilsam sein kann …
Die Brüder Guillaume und Stйphane Malandrin erzählen ein schräges, leicht schwarzhumoriges Roadmovie, das wie seine Protagonisten ist: lärmend, ungepflegt und zottelig. Zwar wirkt der schrullige Humor mitunter etwas überspannt und derb, dennoch macht der Film mit seiner ebenso sympathischen wie unbedarften Zottelbande viel Spaß.   

Text: Mani Beckmann

Foto: Camino

Orte und Zeiten: Ich bin tot, macht was draus!

Je suis mort mais j’ai des amis (OT)
B/F 2015, 96 Min., R: Guillaume & Stйphane Malandrin, D: Bouli Lanners, Wim Willaert, Lyиs Salem, Serge Riaboukine

?Kinostart:
Do, 28. April 2016

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