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Im Andenken an Gerhard Friedl werden seine Werke im Zeughauskino ausgestellt

Gerhard Friedl
Am 3. Juli diesen Jahres ist einer der bedeutendsten deutsch-sprachigen Filmemacher der Gegenwart, Gerhard Friedl, im Alter von 41 Jahren in Berlin verstorben. Im Andenken an seine Person und sein Schaffen, wurde eine Ausstellung seiner filmischen Werke im Zeughauskino organisiert. Er hat nur zwei Filme und, eine im Zuge einer Recherche entstandene Videoarbeit (gemeinsam mit Laura Horelli) veröffentlicht. Die geringe Quantität sagt jedoch nichts über die qualitative Hochwertigkeit seiner Werke aus, die vielfach preisgekrönt wurden. Am 21. November 2009 werden diese im Zeughauskino ausgestellt.
Gezeigt wird sein im Jahre 2004 fertiggestelltes Langfilmdebüt „Hat Wolff von Amerongen Konkursdelikte begangen?“, in dem die Rolle Wolffs im Zusammenhang mehrerer Firmenzusammenbrüche beleuchtet wird. Die Frage im Titel wird in Gerhard Friedls Film nicht beantwortet, vielmehr wird der Eindruck erweckt, die Beantwortung der Frage sei empirisch schlichtweg unmöglich.
„Knitterfeld – Stadt ohne Geschichten“ ist der zweite Film, der an diesem Abend ausgestrahlt wird. Wie in dem Amerongen-Film schwebt auch in „Knitterfeld – Stadt ohne Geschichte“ dieselbe Männerstimme über geschehenslosen Alltagsorten und protokolliert minuziös die Delikte einer Versagerfamilie im steierischen Indurstriestädtchen Knitterfeld.
Es folgen Texte und Fotos zu Gerhard Friedls Filmprojekt über eine US- Gewerkschaft: „Panik von 94“. Im Zuge von Vorarbeiten zu diesem Filmprojekt ist der Film „Shedding Details“ in den USA entstanden, der zum Abschluss des Abends gezeigt wird. In dem Film wird die Begegnung mit einem Zimmermädchen (Slavica Tricolic) in einem der Riesenhotels von Las Vegas dokumentiert.
Gerhard Friedl: „Es ist ein Film über das sprachliche Beschreiben von Arbeit, ein Film über eine notwendige Erzählung im Moment einer Krise und ein Film über die Umstände seiner Produktion.“

Im Andenken an Gerhard Friedl
Zeuhauskino, 21. November 2009, 19 Uhr

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