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Im Kino: „2 Guns“

2 Guns

Es beginnt wie eine der zahllosen Buddy-Actionkomödien. „2 Guns“, basierend auf einer Graphic Novel, erzählt von zwei Gaunern, die eine Bank ausrauben. Doch als sie darin 43 statt der erwarteten drei Millionen Dollar finden, sehen sie sich unvermutet im Kreuzfeuer von Verfolgern – nicht nur einem mexikanischen Drogenboss, sondern auch ihren eigenen Auftraggebern – was doch ein wenig überrascht, schließlich sind sie Undercover-Agenten für unterschiedliche Behörden.
Von dem lakonischen Realismus, der „The Deep“ prägte, den vorangegangenen Film von Baltasar Kormбkur, gedreht in seiner isländischen Heimat, ist hier wenig zu spüren; auch sein Hollywood-Debüt „Contraband“ war deutlich anders gestimmt. Zwar agiert Denzel Washington hübsch entspannt, ohne die selbstgefällige Schwere, mit der er sich sonst umgibt, aber „2 Guns“ ist vor allem ein zynischer Film, der über Leichen geht und in dem jeder jeden betrügt. Allerdings hat der Zynismus eine gewisse Berechtigung, wenn die Vertreter amerikanischer Behörden, die eigentlich Verbrechen bekämpfen sollen, hier weitaus skrupelloser agieren als ein mexikanischer Drogenbaron.

Text: Frank Arnold

Foto: 2013 Sony Pictures Releasing GmbH

tip-Bewertiung: Zwiespältig

Orte und Zeiten: „2 Guns“ im Kino in Berlin

2 Guns?, USA 2013; Regie: Baltasar ?Kormбkur; Darsteller: Denzel Washington (Bobby), Mark ?Wahlberg (Stig), Paula Patton (Deb); 109 Minuten; FSK 16

Kinostart: 26. September

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