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Im Kino: „3 Zimmer / Küche / Bad“

3 Zimmer / Küche / Bad

„Wir müssen nichts so machen wie wir’s kennen, nur weil wir’s kennen, wie wir’s kennen“, heißt es in einem Song der Sterne. Ein kluger Satz, doch reicht er aus, um das aktuelle Lebensgefühl einer Handvoll Endzwanziger zu skizzieren? Um die Geschwister Philipp, Wiebke und Swantje dreht sich Dietrich Brüggemanns neueste Komödie „3 Zimmer?/?Küche?/?Bad“. Freundeskreis, Jobsuche, Liebesleben – das Ausloten von Möglichkeiten, die üblichen Fehlschläge und Selbsttäuschungen bestimmen den Alltagsrhythmus und die Häufigkeit der Umzüge innerhalb Berlins und anderer deutschen Winkel.
Der Wechsel von Jahreszeiten und Behausungen als Strukturierung von Lebensabschnitten ist gewiss eine nette Idee, für den zündenden Pepp sorgt es hier nicht. Als sich dann die Ehe von Philipps Eltern als Schwindel entpuppt, weht endlich ein Hauch von Drama in die laue Geschichte. Doch tut sich was? Mitnichten.
Brüggemann hat eine satte Generation im Blick, die sich selbstzufrieden auf ein so stinknormales Lebensmodell konzentriert, dass jeder Ansatz von Komik oder gar Spannung schon im Keim erstickt wird.

Text: Cristina Moles Kaupp

Foto: Zorro Film

tip-Bewertung: Uninteressant

Orte und Zeiten: „3 Zimmer / Küche / Bad“ im Kino in Berlin

3 Zimmer?/?Küche?/?Bad, Deutschland 2012; Regie: Dietrich Brüggemann; Darsteller: Jacob Matschenz (Philipp), Anna Brüggemann (Dina), Robert Gwisdek (Thomas); 110 Minuten; FSK k.A.

Kinostart: 4. Oktober

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