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Im Kino: „300: Rise of an Empire“

300: Rise of an Empire

Eigentlich vielversprechend: den muskelbepackten antiken Helden eine Frau als Gegnerin gegenüberzustellen, die als Intellektuelle eingeführt wird. Nur erweist sich Artemisia (theatralisch und eindimensional verkörpert von Eva Green) als ebenso rachedurstig und intrigant wie der Perserkönig Xerxes, der in dieser Fortsetzung von „300“ zu einer Randfigur degradiert wird. Und nicht einmal darf sie am Ende gegen die Witwe von Leonidas antreten, der sich und seine 300 Spartaner opferte, um dem persischen Angriff auf Griechenland Einhalt zu gebieten. So erweist sich dies am Ende eher als kalkulierter Schachzug, auch ein weibliches Publikum für dieses testosterongeschwängerte Epos zu finden, in dem einmal mehr in comicartigen Tableaus (Vorlage: „Xerxes“ von Frank Miller) das Blut reichlich spritzt, ein Effekt, der sich durch die Fernsehserie „Spartacus“ allerdings ziemlich abgenutzt hat. Einige große Bilder produziert diese, weitgehend auf dem Wasser spielende, Fortsetzung der kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen persischen Invasoren und griechischen Vaterlandsverteidigern dennoch, aber insgesamt bleibt sie weit hinter dem Vorgänger zurück.

Text: Frank Arnold

Foto: Courtesy of Warner Bros. Entertainment Inc. 2013 / Legendary Pictures Funding, LLC

tip-Bewertung: Zwiespältig

Orte und Zeiten: „300: Rise of an Empire“ im Kino in Berlin

300: Rise of an Empire, USA 2014; Regie: Noam Murro; Darsteller: Sullivan Stapleton (Themistokles), Eva Green (Artemisia), Lena Headey (Königin Gorgo); 102 Minuten

Kinostart: 6. März 2014

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