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Im Kino: „47 Ronin“

47 Ronin

Die in Japan allseits bekannte und von Kenji Mizoguchi 1941/42 episch ohne Gefechte verfilmte Legende der 47 Samurai, die nach der Verurteilung ihres Fürsten zum Tode durch Seppuku ihr Leben opfern, um als herrenlose Ronins Vergeltung zu üben, wird hier als eklektisches Ritter-Märchen über Mythen, Monstren, Mutationen dargeboten. Mit einem riesenhaften Fabeltier und Kampfkolossen in Samurai- oder Gladiatorengestalt, einem echsenköpfigen Martial-Arts-Magier und einer bösen Hexe, die in wechselnder Gestalt als Konkubine, Füchsin oder Lindwurm Unheil stiftet. In Gestalt von Keanu Reeves wird ein Superfighter in den Kreis der Ronins eingeführt. Der amerikanische Star verkörpert den Helden fast ausdruckslos, Tadanobu Asanos mimisches Repertoire in der Schurkenrolle beschränkt sich auf fieses Lächeln. Einzig Hiroyuki Sanada, vom Karatekämpfer zum Charakterdarsteller („Twilight Samurai“) gereift, beeindruckt mit kontrolliertem Spiel als souveräner Anführer der Ronins in diesem grellen Fantasy-Spektakel.

Text: Ralph Umard

Foto: Universal Pictures International

tip-Bewertung: Zwiespältig

Orte und Zeiten: „47 Ronin“ im Kino in Berlin

47 Ronin, ?USA 2013; Regie: Carl Rinsch; Darsteller: Keanu Reeves (Kai), Hiroyuki Sanada (Kuranosuke Фishi), Tadanobu Asano (Lord Kira); 118 Minuten; FSK 12

Kinostart: 30. Januar

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