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Im Kino: (5oo) Days of Summer

Missglückende Projektionen be­gleiten oft das zwischengeschlechtliche Sich-Kriegen und -Verlieren. Zahlreiche Filme erzählen davon. Mark Webbs beim Sundance-Festival gehypter Erstlingsfilm „(500) Days of Summer“ handelt von der verfehlten Objektwahl des romantisch veranlagten Grußpostkartenschreibers Tom, der sich in die bindungsunwillige Summer verguckt. Die 500 Tage seiner Beziehung mit ihr zeigt der Film nicht der Reihe nach, sondern modisch unchronologisch, mit allwissend ironischer Off-Erzählerstimme.
Mit Dutzenden von (Indie-) Pop­songs durchsetzt, erzählt „500“ von einschneidenden Momenten der schließlich nicht glücken wollenden Paarbildung. Dabei ist dem Film sehr daran gelegen, beschwingt und gefällig auszusehen, wofür zusätzlich eingebaute Gimmicks (Animationen, Musical-Szenen, Typografien) sorgen sollen. Nur notdürftig verborgen ist jedoch die Kontur- und Geheimnislosigkeit der Figuren, die „500“ so oberflächlich wie alle anderen Elemente behandelt.

Text: Michael Baute

tip-Bewertung: Uninteressant

Orte und Zeiten: (500) Days of Summer im Kino in Berlin

(500) Days of Summer USA 2009;
Regie: Marc Webb; Darsteller: Joseph Gordon-Levitt (Tom Hansen), Zooey Deschanel (Summer Finn), Geoffrey Arend (McKenzie); Farbe, 95 Minuten;

Kinostart: 22. Oktober

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