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Im Kino: „8 Namen für die Liebe“

8 Namen für die Liebe

Zehn Millionen Zuschauer sind in Spanien mit Rafa (Dani ?Rovira), einem eingegelten Vollblut-Andalusier, ins Baskenland gereist, auf der Suche nach Amaia (Clara Lago) und deren vielversprechenden Reizen. Während einer Flamenco-Nacht waren sich beide in Sevilla begegnet. Amaia, sehr übel gelaunt, weil ihr Verlobter Antxon sie kurz vor der Trauung hat sitzen lassen. Rafa, baskenfeindliche Witze reißend. Ein brodelndes Gemisch, das zu einer wilden Knutscherei führt.
„8 Namen für die Liebe“ erinnert ein bisschen an den französischen Filmhit „Willkommen bei den Sch’tis“, wo es Philippe beruflich vom Marseiller Hinterland in den kühlen Norden verschlug. Auch hier war zunächst alles ein bisschen zu seltsam: das Kauderwelsch, das reduzierte Gemüt, das Wetter.
Selbstverständlich muss sich auch der geschniegelte Macho ein wenig der baskischen Mode anpassen (Piercings, Kufija). Für kurze Zeit mutiert er sogar zum separatistischen Straßenkämpfer. Das ist pointiert und schnell erzählt. Unangenehm Politisches, das Regisseur Lбzaro bewusst auszuklammern trachtete (tödliche Attentate), kommt tatsächlich nicht vor. Eine brennende Mülltonne. Höchstens. Aber die muss auch witzig brennen.

Text: Carolin Weidner

Foto: Pedro Martinez de Albornoz / Alamode Film

Orte und Zeiten: „8 Namen für die Liebe“ im Kino in Berlin

8 Namen für die Liebe (Ocho apellidos vasco), Spanien 2014; Regie: Emilio Martнnez Lбzaro; Darsteller: Dani Rovira (Rafa), ?Clara Lago (Amaia), Karra Elejalde (Koldo); 99 Minuten

Kinostart: Do, 11. Juni 2015

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