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Im Kino: „Alles inklusive“ von Doris Dörrie

Alles inklusive

Dorris Dörie vertraut in ihrer Regiearbeit gern auf ihre Fähigkeiten als Romanautorin. Auch „Alles inklusive“ ist bereits vor einigen Jahren in Buchform erschienen, der Stoff für Dörrie-Fans also nicht neu. Doch auch für den Rest gibt es nicht viele Überraschungen. Der Titel und die mit ihm einhergehenden Assoziationen dirigieren geradewegs an den Ort des Geschehens: eine Bettenburg in Torremolinos, Andalusien. Hier verbrachte Althippie Ingrid (Hannelore Elsner) einst magische Monate im toten Winkel bundesdeutscher Miefigkeit. Knutschereien zwischen Felsen, Nackedeis am Strand, ein bisschen Kiffen. Das ist lange her. Die Rückkehr nach Torremolinos findet im Rahmen einer unkonventionellen Reha statt; in Wassernähe räkeln sich keine jungen Männer, sondern attackieren kugelrunde Pauschaltouristen (Axel Prahl) den Hotelpool als lebende Projektile. Später gesellt sich auch noch Töchterchen Apple (Nadja Uhl) dazu, die vom biografischen Markstein der Mutter einige Neurosen mitbekommen hat. Herzig-schrulliges Herantasten an die Spätfolgen einer Lebensvision im Status Dauerurlaub.

Text: Carolin Weidner

Foto: 2013 Constantin Film Verleih GmbH / Mathias Bothor

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „Alles inklusive“ im Kino in Berlin

Alles inklusive, ?Deutschland 2014; Regie: Doris Dörrie; Darsteller: Hannelore Elsner (Ingrid), Nadja Uhl (Apple), Hinnerk Schönemann (Tim / Tina); ?123 Minuten; FSK 12

Kinostart: 6. März

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