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Im Kino: „Antboy 2 – Die Rache der Red Fury“

Antboy 2 - Die Rache der roten Fury

Intelligente Kinderfilme sind doppelbödig. Unterhalb einer ersten grellen Ebene verläuft zumeist noch eine zweite, subtilere, mit Referenzen für die Älteren, die den Film dann tatsächlich zum viel beschworenen Spaß für die ganze Familie machen.
„Antboy 2 – Die Rache der Red Fury“ ist leider nicht so ein Film. Die Geschichte über einen Jungen, der, von einer Ameise gebissen, analog zu Spider-Man die Fähigkeiten des Insekts übernimmt und zum lokalen Helden avanciert, verläuft überwiegend eindimensional. Zwar gibt es mit der besagten Red Fury eine tragische Schurkin von ambivalentem Charakter. Insgesamt ist das Figurenarsenal aber ordentlich nach gut und böse sortiert. Die rein funktionalen Dialoge sind bloße Überleitungen in die nächste Szene; da ist kaum ein Satz, der für sich selbst stünde. So harmlos müssen Kinderfilme nicht sein, auch den Allerkleinsten kann man mehr zumuten.

Text: Christoph David Piorkowski

Foto: Andreas Schlieter / MFA+ FilmDistribution e.K.

Orte und Zeiten: „Antboy 2: Die Rache der Red Fury“ im Kino in Berlin

Antboy 2: Die Rache der Red Fury (Antboy: Den Rшde ?Furies hжvn), DK/D 2014; Regie: Ask Hasselbalch; ?Darsteller: Oscar Dietz (Pelle Nшhrmann/Antboy), Astrid Juncher-Benzon (Red Fury/Maria), Samuel Ting Graf (Wilhelm); ?87 Minuten

Kinostart: Do, 25. Juni 2015

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