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Im Kino: „Antonia“ von Tata Amaral

AntoniaBackground-Sängerinnen einer Rap-Truppe wollen die Freundinnen Preta, Lena, Barbarah und Mayah nicht ewig bleiben. Die jungen Frauen träumen von ihrer eigenen Karriere. Sie träumen vom Erfolg der gemeinsamen Band Antonia, der sie herausführen soll aus ihrem ärmlichen Viertel am Rande Sгo Paolos. Was aber stellt sich den wahrlich talentierten Ladys bereits nach den ersten Schritten Richtung Erfolg in den Weg? Männer! Eifersucht, Schwangerschaft, Machismo sorgen für allerhand Probleme.

Zwar geht es von Anfang an abwärts in Tata Amarals „Antonia“, doch es ist nicht nur die Hoffnung auf einen konven­tionellen Handlungsverlauf mit schließlich doch noch gutem Ausgang, die die Zuschauer bei Laune hält. Es ist vielmehr der Eindruck von Unmittelbarkeit und Wahrhaftigkeit, der sich ergibt aus einem geglückten Zusammenwirken von dynamischer Kameraführung an Originalschauplätzen und Laiendarstellerinnen, die sich in teils improvisierten Szenen an der Gestaltung der eigenen Geschichte versuchen. Und zu der gehört, von der eigenen Stärke nicht nur zu singen.

Text: Alexandra Seitz

tip-Bewertung: Sehenswert

Termine: Antonia im Kino In Berlin

Antonia, Brasilien 2006; Regie: Tata Amaral; Darsteller: Negra Li (Preta), Leilah Moreno (Barbarah), Cindy Mendes (Lena); Farbe;
90 Minuten

Kinostart: 25. Februar

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