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Im Kino: „Arbeit macht das Leben süß. Faulheit stärkt die Glieder“

Arbeit macht das Leben süß, Faulheit stärkt die Glieder

„Sachsensöhne“ singt der 75-jährige Lorenz Auner deutlich, wenn es zur Kirchweih geht und die Hymne der Siebenbürger Sachsen kommt – auch wenn die Regie weghört und „alle deine Söhne“ untertitelt, um die sich laut Dichter Moltke der Eintracht Band im multiethnischen Transsilvanien schließen solle. Und jetzt sind die alle weg, und die Alten tragen mit Feldarbeit und Viehzucht im einst deutschen Hetzeldorf fast ein Drittel ihrer Unterbringung durch die evangelische Diakonie ein. Sieben Sachsen der 30-köpfigen Landkommune lässt die Dokumentation erzählen, vom lahmen Arm, weil man als Dreijähriger unter den Karren gekommen sei, und von der Kirchglocke, die bei Sturm geläutet den Hagel vertreibe. Aber es braucht schon journalistische Chuzpe, um in der Armut den frohen Trash und in der Notgemeinschaft ein Zukunftsmodell zu sehen.

Text: Irene Rudolf

Foto: GMfilms

Orte und Zeiten: „Arbeit macht das Leben süß, Faulheit stärkt die Glieder“ im Kino in Berlin

Arbeit macht das Leben süß, Faulheit stärkt die Glieder, Deutschland 2014; Regie: Claudia Funk; 76 Minuten

Kinostart: Do, 01. Okotber 2015

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