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Im Kino: „Back in the Game“

Back in the Game

Es ist eine Rolle, die ihm auf den hageren Leib geschrieben ist: Clint Eastwood spielt einen knurrenden Sturkopf, der recht gut alleine klar kommt, nun aber widerwillig einsehen muss, dass das Alter auch vor ihm nicht Halt macht und etwas Hilfe vonnöten ist.
Hilfe in Gestalt von Tochter Mickey, einer erfolgreichen Anwältin, die sich entschließt, Gus auf seine möglicherweise letzte Scouting-Expedition nach North Carolina zu begleiten. Nicht, dass der von dieser Idee sonderlich begeistert wäre. Doch Mickey ist nicht weniger eigensinnig als ihr Alter und hat zudem mit ihm noch ein Hühnchen zu rupfen. Und außerdem ist da der knackige Ex-Baseballer Johnny Flanagan, der von einer Karriere als Kommentator träumt. Man trifft sich am Spielfeldrand …
Man ahnt, wie es weiter geht, und genau so geht es weiter. Würden nicht Eastwood, Adams und Timberlake in den Hauptrollen ihren Charakteren ein paar Ecken und Kanten verleihen (sowie einige recht garstig gezeichnete Nebenfiguren sich zu Trotteln machen), „Back in the Game“ wäre arg langweilig. So aber wird der konsensfähige Themen-Dreiklang eines US-amerikanischen Mainstreamfilms – Baseball, Familie, Liebe -, den Randy Brown in seinem Drehbucherstling nach Schema F etwas schwatzhaft erklingen lässt, von Lorenz nicht minder harmonieselig und überraschungsfrei in Szene gesetzt.

Text: Alexandra Seitz

Foto: Keith Bernstein / 2012 Warner Bros. Entertainment Inc.

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „Back in the Game“ im Kino in Berlin

Back in the Game (Trouble with the Curve), USA 2012; Regie: Robert Lorenz; Darsteller: Clint Eastwood  (Gus), Amy Adams  (Mickey), Justin Timberlake (Johnny Flanagan); 111 Minuten; FSK 6

Kinostart: 29. November

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