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Im Kino: „Beats, Rhymes & Life: The Travels of A Tribe Called Quest“

Beats, Rhymes & Life: The Travels Of A Trive Calles Quest

Dass sich Schauspieler Michael Rapaport in seinem Debüt als Dokumentarfilmer mit der Gruppe A Tribe Called Quest (ATCQ) beschäftigt, ist eine Herzensangelegenheit. Das Quartett aus Queens stellte ab Ende der achtziger Jahre dem gängigen Rap-Geprotze und oft monotoner Sample-Soße gut gelaunte, hintersinnige Texte und ausgefeilte, eingängige Kollagen aus Jazz, Funk und Soul gegenüber. Die ersten drei ATCQ-Alben sind Meilensteine des Hip-Hop, als Teil der „Native Tongues“-Bewegung hat die Gruppe den Partyspaß um Alltagsbeobachtungen, Absurditäten und schwarzes Selbstbewusstsein ergänzt. 1998 lösten ATCQ sich auf. Die auch heute noch erkennbaren Spannungen besonders zwischen Q-Tip und Phife Dawg sorgen auch in Rapaports Film für einen säuerlichen Nachgeschmack. Die mit Archivmaterial, Bekenntnissen von zahllosen Kollegen und viel Musik angefüllte Doku ist nicht nur nostalgische Vergnügung für wehmütige Hip-Hop-Fans, sondern auch Fallstudie: Erfolg und Ego haben alles ruiniert, Freunde seit frühen Kindheitstagen haben sich heute nichts mehr zu sagen.

Text: Thomas Klein

Foto: 2011 Mindjazz Pictures

tip-Bewertung: Sehenswert

Orte und Zeiten: „Beats, Rhymes & Life: The Travels Of A Tribe Called Quest“ im Kino in Berlin

Beats, Rhymes & Life: The Travels of A Tribe Called Quest, USA 2011; Regie: Michael Rapaport; 98 Minuten; FSK k.A.

Kinostart: 7. Juni 2012

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