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Im Kino: „Becks letzter Sommer“

Becks letzter Sommer

Viele kennen das: Man hat das halbe Leben hinter sich, Jugendträume haben sich zerschlagen, Berufs- und Privatleben sind in Routine erstarrt, der spürbare Alterungsprozess wirkt deprimierend. In dieser Situation bietet sich Beck, der nach einer gescheiterten Karriere als Rockstar lustlos seinen Job als Musiklehrer verrichtet, die Chance auf einen Neuanfang: Ein litauischer Schüler zeigt Talent als Gitarrist und Sänger, und Beck möchte ihn und sich selber als Manager und Komponisten groß rausbringen.
Die politisch korrekte Kinoadaption des gleichnamigen Romans von Benedict Wells bricht eine Lanze für die Integration von Immigranten und vermittelt einen Eindruck von Geschäftspraktiken in der Musikbranche. Es geht um Selbstverwirklichung, Liebe, Männerfreundschaft, Drogen, Dealer und einen Road Trip nach Istanbul – bei reduzierter Themenvielfalt wäre der Film womöglich eindringlicher geraten.

Text: Ralph Umard

Foto: Claussen+Wöbke+Putz Filmproduktion GmbH / Oliver Vaccaro / Senator Film

Orte und Zeiten: „Becks letzter Sommer“ im Kino in Berlin

Becks letzter Sommer, Deutschland 2015; Regie: Frieder Wittich; Darsteller: Christian Ulmen (Robert Beck), Nahuel Pйrez Biscayart (Rauli Kantas), Eugene Joel Boateng (Charlie Aguobe); 99 Minuten

Kinostart: Do, 23. Juli 2015

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