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Im Kino in Berlin: „Der weiße Rabe – Max Mannheimer“

Theresienstadt, Auschwitz, Dachau – der Jude Max Mannheimer überstand die Haft und den Terror in drei Konzentrationslagern. Seine erste Frau, die Eltern und drei Geschwister kamen um, nur der Bruder Elgar überlebte. Anders als viele andere Überlebende des Holocaust hat Max Mannheimer die Erinnerung an die Schreckenszeit nicht verdrängt, bis heute hält der inzwischen 89-Jährige Vorträge in Schulen und für Erwachsene, berichtet von seinen Erlebnissen und liest aus seinem Tagebuch. Die Filmemacherin Carolin Otto hat den Zeitzeugen bei Besuchen in ehemaligen KZs und auf Vortragsreisen begleitet, neben Mann­­heimer kommen in der Dokumentation „Der weiße Rabe – Max Mannheimer“ auch Freunde, seine beiden Kinder sowie der Bruder zu Wort. Dabei gelingt es Otto, Nähe zur Person Mannheimers und zu seiner Geschichte herzustellen. Heute habe er kein Trauma mehr, sagt der außergewöhnlich vitale Mann. Malerei, die aktive Erinnerungsarbeit und sein erstaunlicher Humor halfen ihm, sein Leben nach dem Überleben in den Griff zu bekommen.

Text: Ralph Umard

tip-Bewertung: Sehenswert

Orte und Zeiten: „Der weiße Rabe – Max Mannheimer“ im Kino in Berlin

Der weiße Rabe – Max Mannheimer, Deutschland 2009; Regie: Carolin Otto; Farbe, 85 Minuten

Kinostart: 10. Dezember

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