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Im Kino: „Beste Chance“

Beste Chance

Angekündigt war der abschließende Teil von Marcus H. Rosenmüllers Trilogie über das Erwachsenwerden in der oberbayerischen Provinz schon lange, doch nun sind seit „Beste Zeit“ (2007) und „Beste Gegend“ (2008) doch mehr als fünf Jahre vergangen. Die spiegeln sich auch im Plot von „Beste Chance“ wider: Die Freunde von einst, Kati, Jo, Toni, Mike und Rocky, haben sich aus den Augen verloren. Sie sind neue Beziehungen eingegangen, bauen Häuser, wollen heiraten. Insofern steht die impulsive und immer noch ein wenig naive Kati (überzeugend: Anna Maria Sturm) auf ziemlich verlorenem Posten, als sie eine dringliche, aber vage Nachricht von Jo auf ihrem Anrufbeantworter vorfindet und zu einer „Rettungsaktion“ in einen indischen Ashram aufbricht. Wie in den Vorgängerfilmen beweist Regisseur Rosenmüller auch dieses Mal ein schönes Gespür für Heimat ohne Tümelei und das stimmige Lebensgefühl von jungen Erwachsenen, die immer noch nicht wirklich wissen, was sie eigentlich wollen. Der Film sagt: Auch darin liegt eine Chance.

Text: Lars Penning

Foto: Majestic/Meike Birck

tip-Bewertung: Sehenswert

Orte und Zeiten: „Beste Chance“ im Kino in Berlin

Beste Chance, Deutschland 2014; Regie: Marcus H. Rosenmüller; Darsteller: Anna Maria Sturm (Kati), Rosalie Thomass (Jo), Volker Bruch (Toni); 102 Min.

?Kinostart: 26. Juni

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