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Im Kino: „Blackfish“ von Gabriela Cowperthwaite

Blackfish_04_c_NFP_marketing_und_distributionGmbH_DogwoofEin wenig verhält es sich mit der Präsentation von Orcas, den sogenannten Killerwalen, in kommerziellen Shows wie mit der Leugnung des Klimawandels trotz erdrückender Beweise (siehe auch die Kritik zu „Chasing Ice“): Kein seiner Sinne noch mächtiger Mensch sollte eigentlich auf die Idee kommen, dass sich die tonnenschweren, intelligenten und hochsozialen Tiere, die gemeinhin majestätisch die Ozeane durchmessen, in engen Becken und zusammengewürfelten Gemeinschaften tatsächlich wohlfühlen. Genau das behaupten Meeres-Themenparks wie SeaWorld jedoch bis heute mit großem Erfolg.

Die Dokumentation „Blackfish“ nimmt den Fall einer von einem frustrierten Orca ertränkten Tiertrainerin zum Anlass, um sowohl über die Folgen nicht artgerechter Haltung als auch über die Vertuschungs- und Verharmlosungspraktiken von SeaWorld nachzudenken. In erster Linie aus Interviews mit Ex-Waltrainern und zu Lehrzwecken erstelltem Videomaterial des Themenparks bestehend, wird der Film bei Tierschützern lediglich offene Türen einrennen, aber denjenigen, die Orcashows immer noch für einen großen Spaß halten, vielleicht zu denken geben.

Text: Lars Penning

Foto: NFP marketing & distribution GmbH / Dogwoof

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „Blackfish“ im Kino in Berlin

Blackfish USA 2013; Regie: Gabriela Cowperthwaite; 83 Minuten; FSK 12

Kinostart: 7. November

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