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Im Kino: „Blank City“

Blank City

Nach eigener Aussage fühlte sich die französische Regisseurin Cйline Danhier zu ihrer Dokumentation des Kinos der New Yorker Punk- und No-Wave-Ära ursprünglich durch das Buch „Please Kill Me“ von Legs McNeil angeregt, eine unkommentierte Collage von Interviews mit den Protagonisten der damaligen Musikszene. Entsprechend verfährt Danhier in ihrer Dokumentation: Interviews mit Filmemachern wie Amos Poe, Eric Mitchell oder Jim Jarmusch sowie Ausschnitte aus ihren Werken lassen das durchaus komplexe Porträt einer Filmszene entstehen, die sich – inspiriert vom Do-it-yourself-Gestus des Punk und der frühen französischen Nouvelle Vague – mit viel Enthusiasmus, aber wenig Geld und technischer Kenntnis zunächst ein Kino für Freunde und mit Freunden machte, ehe sie von internationalen Festivals „entdeckt“ wurde. Die Geschichte bleibt stets spannend – auch in der Ausweitung des Themas auf das Cinema of Transgression, das sich in den 1980er-Jahren stärker den gesellschaftspolitischen Problemen der Reagan-Ära einerseits und einer radikal subjektiven Erforschung von Sexualität andererseits widmete –, die Form allerdings wirkt auf Dauer doch ein wenig eintönig und die Vielzahl der Protagonisten leicht verwirrend.

Text: Lars Penning

Foto: Rapid Eye Movies Filmverleih

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „Blank City“ im Kino in Berlin

Blank City, USA 2009; Regie: Cйline Danhier; 95 Minuten; FSK 12

Kinostart: 24. Januar

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