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Im Kino: „Blood in The Mobile“

Blood in The Mobile

Frank Poulsen ist ein gelehriger Schüler von Michael Moore. Seine investigative Mission beginnt in der glänzenden Bürolobby des Handyherstellers Nokia, wo der Däne abblitzt; sie führt in den Dschungel des Kongo, wo in moderner Sklaverei die Kobalterze abgebaut werden, ohne die kein Handy geht. Trotz der Steilvorlage gegen den Weltkonzern, der den blutigen Handel antreibt, hält sich Poulsen nachdenklich zurück und spricht die eigene „Abhängigkeit“ vom Handy an. Vielleicht kommen die NGOs weiter, die versuchen, Nokia und Co auf diplomatische Weise zum Handeln zu bewegen. Mit Rückblenden in die Schächte deutet Poulsen jedoch an, wie schwerfällig die Mühlen des Gewissens mahlen.

Text: Ulrike Rechel

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „Blood in The Mobile“ im Kino in Berlin

Blood in The Mobile, Dänemark/Deutschland 2010; Regie: Frank Piasecki Poulsen; 82 Minuten; FSK k.A.

Kinostart: 29. September

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