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Im Kino: „Boy A“ von John Crowley

Als er zehn Jahre alt war, hat Boy A ein schweres Verbrechen begangen. 14 Jahre später wird er, nunmehr ein junger Mann, aus der Haft entlassen und versucht, sich unter dem Namen Jack und mit der Hilfe seines Bewährungshelfers Terry ein neues Leben aufzubauen. Er findet Wohnung und Arbeit, freundet sich mit Kollegen an, lernt ein nettes Mädchen kennen. Doch seine Schuld, über die er mit niemandem außer Terry sprechen kann, lastet auf ihm. Und auch die Medien haben Boy A nicht vergessen.
John Crowleys „Boy A“, die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Jonathan Trigell, handelt von schwierigen, brennenden Themen: Gewalt von Kindern und Jugendlichen, Resozialisierung, Vergebung und Sühne. Umsichtig und überlegt entwirft Drehbuchautor Mark O’Rowe die psycho­sozialen Bedingungen für Jacks gegenwärtige Existenz und führt die Zuschauer behutsam an das grundlegende Problem des gesellschaftlichen Umgangs mit Verbrechern heran. Wie ein Ausdruck von Angst vor der eigenen Courage wirken jedoch klischeehafte Elemente der Handlung, die den konfliktträchtigen Stoff zugunsten einer leichteren Konsumierbarkeit als bloße Story entschärfen.

Text: Alexandra Seitz

tip-Bewertung: Annehmbar

Boy A, Großbritannien 2007; Regie: John Crowley; Darsteller: Andrew Garfield (Jack), Peter Mullan (Terry); Farbe, 100 Minuten

Kinostart: 7. Mai

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