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Im Kino: „Cake“

Cake

Claire, eine Kalifornierin in mittleren Jahren, lebt in besten Verhältnissen. Schönes Haus, treu sorgende Haushälterin, beste medizinische Versorgung. Aber in diesem bestellten Leben hat sich ein Schmerz festgesetzt, den sie mit Medikamenten und mit Zynismus bekämpft. Nur ganz allmählich beginnt sie, das entsetzliche Leiden, das man Jennifer Aniston hier wirklich von der ersten Filmsekunde an geradezu körperlich nachzufühlen vermag, als ein Zeichen zu begreifen, als eine Blockade, aus der nur sie selbst sich lösen kann. „Cake“ ist ein therapeutischer Film im besten Sinn, ein Triumph kluger Erzählarbeit (Drehbuch: Patrick Tobin) über die Klischees, die hier an allen Ecken und Enden lauern, aber niemals so stark werden, dass Claire für die Wahrnehmung der Magie eines Windspiels unrettbar verloren wäre. Das ist dann zwar auch ein Klischee, aber ein sehr treffendes.

Text: Bert Rebhandl

Foto: Tony Rivetti Jr. / SMPSP / Warner Bros. Entertainment Inc.

Orte und Zeiten: „Cake“ im Kino in Berlin

Cake, USA 2014; Regie: Daniel Barnz; Darsteller: Jennifer Aniston (Claire Simmons), Adriana Barraza (Silvana), Sam Worthington (Roy Collins); 98 Minuten

Kinostart: Do 09. April 2015

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