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Im Kino: „Coming In“

Coming In

Reicher, schwuler Promi-Coiffeur mit Luxusadresse am Gendarmenmarkt verliebt sich in kesse Hetero-Friseuse mit Kiezsalon in Neukölln – so ein Lustspiel könnte leicht peinlich werden, mit überzeichneten Klischeegestalten, albernem Getue und Dialogen. Das ist in dieser dramaturgisch ganz konventionell amüsant in Szene gesetzten romantischen Komödie dank relativ natürlich wirkendem, milieugetreuen Rollenspiel und ebensolchen Dialogen nicht der Fall.
Manche Sprüche sind wirklich witzig, propagiert werden Solidarität und sexuelle Toleranz. Lediglich Randfiguren wie ein fanatischer FC Union Berlin-Fan sind übertrieben dargestellt; Hauptdarsteller Kostja Ullmann wie auch Ken Duken als sein Manager und Lover vermeiden karikierende Darstellung. Der dünkelhafte Figaro macht im Umgang mit der bodenständigen Kollegin einen sozialen Lernprozess durch, das Happy End allerdings ist dann doch etwas kitschig geraten.

Text: Ralph Umard

Foto: 2014 Summerstorm Entertainment GmbH / Warner Bros. Entertainment GmbH

Orte und Zeiten: „Coming In“ im Kino in Berlin

Coming In, Deutschland 2014; Regie: Marco Kreuzpaintner; ?Darsteller: Kostja Ullmann (Tom Herzner), Aylin Tezel (Heidi), Ken Duken (Robert); ?104 Min.

Kinostart: Do, 23. Oktober 2014

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