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Im Kino: Daniel Brühl als Niki Lauda in „Rush“

Rush

Die Dramaturgie von „Rush“ haben Regisseur Ron Howard und sein Drehbuchautor Peter Morgan gewissermaßen frei Haus geliefert bekommen: Sowohl der Antagonismus der legendären Rennfahrer Niki Lauda und James Hunt als auch die Dramatik ihres Kampfs um die Formel-1-Weltmeisterschaft im Jahr 1976 (mit Laudas furchtbarem Unfall auf dem Nürburgring mitten in der Saison) beruhen auf Tatsachen. Wie es den Filmemachern innerhalb dieser Vorgabe allerdings gelingt, dem Zuschauer mit dem barschen Perfektionisten Lauda (Daniel Brühl) und dem reichlich lockeren Playboy Hunt (Chris Hemsworth) zwei anfangs nicht einmal sonderlich sympathische Protagonisten langsam ans Herz wachsen zu lassen, gehört zu den herausragenden Bemühungen des kommerziell orientierten Kinos in diesem Jahr. „Rush“ ist ebenso sehr exzellent gespieltes, faszinierendes Charakterdrama wie spannender Rennfilm, der sorgsam die Ästhetik der mittleren 1970er-Jahre rekonstruiert, ohne sich darin zu verlieren. Ein großer Spaß – und für Daniel Brühl die verdiente Chance auf den internationalen Karrieredurchbruch.

Text: Lars Penning

Foto: Jaap Buitendijk / Universum Film

tip-Bewertung: Sehenswert

Orte und Zeiten: „Rush“ im Kino in Berlin

Rush, ?USA/Großbritannien/Deutschland 2013; Regie: ?Ron Howard; Darsteller: ?Chris Hemsworth (James Hunt), Daniel Brühl (Niki Lauda); 123 Minuten; FSK 12

?Kinostart: 3. Oktober

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