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Im Kino: „Das ewige Leben“

Im Kino:

Und einmal mehr … ist was passiert. Brenner, der verkrachte Privatdetektiv, ist endgültig am Sand, also ganz unten angelangt und wendet sich mittel- wie wohnungslos gen Graz, von wo er einst in die Welt auszog – um zu scheitern. Freilich dauert es dort, im baufälligen Vaterhaus, nicht lange, bis die Jugendsünden aus dem Keller drängen und ein beeindruckend fies-unterhaltsamer Totentanz anhebt.
Auch in der vierten Kollaboration von Regisseur Wolfgang Murnberger mit Buchautor Wolf Haas und Kabarettist Josef Hader gelingt jene die „Brenner“-Roman­verfilmungen auszeichnende Mischung aus themenbedingt bitterem Ernst und anarchischem Vergnügen an der Umsetzung in Narretei. „Das ewige Leben“ wartet mit feinen Charakterporträts auf, die den Verbrecher Mensch sein lassen, findet im Realen das Groteske und im Absurden das Wahre. Dabei bleibt der Blick auf die tragischen Anti­helden dieses traurigen Lustspiels immer voller Mitgefühl.   

Text: Alexandra Seitz

Foto: Patrick Wally Majestic

Orte und Zeiten: Das ewige Leben

Das ewige Leben (OT) Ö/D 2015; R: Wolfgang Murnberger; D: Josef Hader (Simon Brenner), Tobias Moretti (Aschenbrenner), Nora von Waldstätten (Dr. Irrsiegler); 123 Min.

Kinostart: Do, 19. März 2015 

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