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Im Kino: „Das grenzt an Liebe“

Das grenzt an Liebe

Irgendeine Publikumsbefragung muss einmal ergeben haben, dass Komödien immer auch eine Geburtsszene drin haben sollten. Auch wenn eine solche nicht einmal ansatzweise kohärent in die Story eingefügt werden kann. Genau so ist es auch im neusten Film von Rob Reiners, einer lieblos und inkohärent zusammengeschriebenen romantischen Komödie für Best Ager.
Worum es geht? Es ist es die alte Geschichte des verbitterten alten Mannes (Michael Douglas als reicher Immobilienmakler), dessen hartes Herz nicht nur durch unerwartete Frühlingsgefühle, sondern vor allem auch durch die herzerfrischende Unschuld eines zutraulichen Kindes erweicht wird.
Aber ob romantische Gefühle für die Großelterngeneration oder tatsächliche Großelterngefühle: Sinn macht das alles nicht. Wahrscheinlich nur ein Vorwand, in gesättigten Farben gefilmte Villenviertel zu zeigen: „property porn“ und Eskapismus für von Abstiegsängsten geplagte Mittelschichten. Und eine schaurige Verheizung der zeitlos schönen Diane Keaton.

Text: Catherine Newmark

Foto: Clay Enos / Senator Filmverleih

Orte und Zeiten: „Das grenzt an Liebe“ im Kino in Berlin

Das grenzt an Liebe (And So it Goes), USA 2014; Regie: Rob Reiner; Darsteller: Michael Douglas (Oren Little), Diane Keaton (Leah), Sterling Jerins (Sarah); 94 Min.

Kinostart: Do, 06. November 2014

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