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Im Kino: Das Haus der Krokodile

Das_Haus_der_KrokodileAls die Eltern für einige Tage verreisen müssen, nutzt Viktor die Gelegenheit, sich in dem Haus umzusehen – nicht unbedingt zur Freude der anderen Bewohner, die alle ein wenig seltsam erscheinen, vielleicht sogar etwas zu verbergen haben. Viktor erfährt, dass sich hier einst ein mysteriöser Todesfall zutrug: Cäcilie war erst 11 Jahre alt, als sie starb. Sie war Epileptikerin, wurde deshalb von ihrem Onkel von der Außenwelt abgeschirmt. Cäcilie hinterließ ein Skizzenbuch mit rätselhaften Zeichnungen. Diese zu entschlüsseln wird zur Obsession für Viktor.

Wurde hier vielleicht einst ein Verbrechen begangen? Stilvoll wird in diesem Kinderfilm der Mythos des alten geheimnisvollen Hauses gepflegt  – das allerdings ein wenig zu betont, manchmal geradezu ausgestellt. Da mögen die früheren Arbeiten des Regisseurduos Cyrill Boss & Philipp Stennert („Neues vom Wixxer“, „Jerry Cotton“) durchschlagen oder auch die Vorkenntnisse von Eckhard Vollmar (neben den beiden Regisseuren als dritter Drehbuchautor gelistet) – der hat immerhin vor vielen Jahren mal eine Interviewsammlung mit prominenten Horrorfilmregisseuren mit herausgegeben. Dennoch insgesamt ein ziemlich gradliniger Film, der auch ernste Themen kindgerecht aufbereitet.

Text: Frank Arnold
Foto: Constantin_Film_Verleih
tip-Bewertung: Sehenswert

Das Haus des Krokodile im Kino in Berlin
Deutschland 2012;
Regie: Cyrill Boss und Philipp Stennert; Darsteller: Kristo Ferkic (Viktor), Joana Ferkic (Cora), Vijessna Ferkic (Louise);
91 Minuten; FSK 6;
Kinostart: 22. März

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